China hat Iran und die Vereinigten Staaten gebeten, mit Vernunft und Vorsicht zu den Verhandlungen zurückzukehren. Wang Yi, der Außenminister Chinas, brachte diese Bitte während eines Treffens mit Abbas Araqchi, dem Außenminister Irans, in Peking vor. Er betonte, dass alle Parteien wirksame Maßnahmen ergreifen sollten, um die Straße von Hormuz so schnell wie möglich zu öffnen.
Wahrscheinlichkeit von Auswirkungen auf den Energiemarkt
Die Straße von Hormuz wird als eine lebenswichtige Route für den Transport von Öl und Erdgas weltweit anerkannt. Vor Beginn der regionalen Spannungen verkehrten täglich etwa 125 große Handelsschiffe durch diese Straße, was ein Fünftel des weltweiten Angebots an Rohöl und verflüssigtem Erdgas ausmachte. Doch mit der Zunahme der Angriffe in der Region hat sich der Schiffsverkehr durch diese Straße erheblich verringert. Laut vorläufigen Daten passierten am Dienstag nur vier Schiffe diese Straße, was einen erheblichen Rückgang im Vergleich zum Vortag darstellt.
Folgen der regionalen Spannungen
Der Rückgang des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz ist auf die zunehmenden Spannungen und Angriffe in der Region zurückzuführen. Von den vier Schiffen, die am Dienstag die Straße passierten, verließen zwei die Straße und zwei kamen herein. Während 22 Schiffe am Dienstag die Straße von Bab al-Mandab passierten, ist diese Zahl im Vergleich zum Vortag gesunken. Dieser Rückgang des Verkehrs könnte negative Auswirkungen auf die Ölpreise und die Energiesicherheit weltweit haben.
Araqchi reiste mit einer diplomatischen Delegation zu diesem Treffen nach Peking und führte Gespräche mit Wang Yi über bilaterale sowie regionale und internationale Themen. Diese Gespräche fanden nach ihren vorherigen Treffen am Rande des BRICS-Gipfels in Neu-Delhi statt. China, als einer der größten Wirtschaftspartner Irans, kauft einen erheblichen Teil der Ölexporte des Landes, und dieses Treffen ist das zweite persönliche Gespräch seit Beginn der Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran am 28. Februar.
Der Außenminister Chinas wies auch auf die entschlossene Unterstützung Pekings für die Souveränität, Sicherheit und nationale Würde Irans hin und sagte, dass der Rahmen vom 17. Juni für weitere Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten ein wertvoller Erfolg aus den Vermittlungsbemühungen mehrerer Parteien sei. Seiner Meinung nach sollte die Tür für Gespräche offen bleiben und nicht geschlossen werden.
Diese Verhandlungen finden auch vor dem Gipfeltreffen zwischen Donald Trump, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, und Xi Jinping, dem Präsidenten Chinas, am Ende dieses Monats statt. Die beiden Führer hatten bereits im Mai ein Treffen.
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