Debbie Hewitt, die Präsidentin des englischen Fußballverbands (FA) und Vizepräsidentin der FIFA, hat Gianni Infantino, den Präsidenten der FIFA, gebeten, alle Dokumente im Zusammenhang mit dem umstrittenen Plan zur Vergabe eines Teils der kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft an private Investoren zu veröffentlichen. Diese Anfrage wurde in einem Schreiben gestellt, das Hewitt an Infantino und Matthias Grafström, den Generalsekretär der FIFA, gesendet hat.
Details des Plans zur Vergabe der kommerziellen Rechte
Der als FFE (Football Financial Exchange) bekannte Plan, der darauf abzielte, ein Handelsunternehmen zur Verwaltung der wirtschaftlichen Aspekte der FIFA-Wettbewerbe, einschließlich der Weltmeisterschaft, zu gründen, wurde aufgrund weitreichender Widerstände in der Fußballgemeinschaft fallengelassen. Hewitt hat in ihrem Schreiben gefordert, dass die relevanten Unterlagen zu diesem Plan vor der Sitzung des FIFA-Rates, die am 15. Oktober stattfindet, den Ratsmitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Mangelnde Transparenz in dieser Angelegenheit könnte zu erheblichen Bedenken unter den Ratsmitgliedern führen und die zukünftigen Entscheidungen beeinflussen.
Suspension von Balogun und politische Druck
Zusätzlich zur Forderung nach Klarheit über den FFE-Plan hat Hewitt auch eine Erklärung und die Veröffentlichung von Dokumenten gefordert, die die Entscheidung der FIFA zur Aussetzung der Sperre von Folarin Balogun, dem Stürmer der US-Nationalmannschaft, betreffen. Balogun musste nach einer roten Karte im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina normalerweise das nächste Spiel der USA gegen Belgien aussetzen. Doch das Disziplinarkomitee der FIFA hat seine einspielige Sperre für ein Jahr ausgesetzt, sodass dieser Spieler weiterhin an den Wettbewerben teilnehmen konnte.
Diese Entscheidung stieß auf Kontroversen, sodass Donald Trump, der ehemalige Präsident der USA, bestätigte, dass er Infantino kontaktiert und ihn gebeten hat, den Fall Balogun erneut zu überprüfen. Obwohl die FIFA betont hat, dass die endgültige Entscheidung vom unabhängigen Disziplinarkomitee dieser Institution getroffen wurde, hat der Druck auf Infantino in dieser Angelegenheit zugenommen.
Während Hewitt Klarheit über beide Fälle fordert, könnte dies ernsthafte Konsequenzen für Infantino im Vorfeld seiner Nominierung für die nächste Amtszeit als FIFA-Präsident haben. Transparenz in den Entscheidungen dieser Institution könnte direkte Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit der FIFA und deren Verhältnis zu den nationalen Verbänden sowie zur Fußballgemeinschaft haben.




