Katar und Oman bemühen sich, die finanziellen Kapazitäten des Nahen Ostens, insbesondere islamische Instrumente, zur Unterstützung von Infrastrukturprojekten in Entwicklungsländern zu nutzen. Diese Maßnahme könnte den Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika helfen, ihre finanziellen Lücken zu schließen.
Eine Gelegenheit für neue Finanzierungen
Laut dem Geschäftsführer des Qatar Financial Centre kann die Nutzung von shariakonformen Finanzinstrumenten als effektive Lösung zur Kapitalbeschaffung dienen. Er wies darauf hin, dass die Länder des Nahen Ostens aufgrund ihrer hohen finanziellen Bilanz und guten Einnahmen als regionales Zentrum für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Entwicklungsländern fungieren können.
Obwohl islamische Finanzierungen noch nicht so populär sind wie traditionelle Bankinstrumente, stellen sie eine Gelegenheit dar, die bisher nicht optimal genutzt wurde. Diese Art der Finanzierung kann als ergänzendes Mittel neben den gängigen Finanzierungsmodellen fungieren und zur Deckung der globalen Infrastrukturentwicklung beitragen.
Eine klare Perspektive für die Zukunft
Basierend auf aktuellen Berichten zeigt die islamische Finanzierungsindustrie eine bemerkenswerte Dynamik und globalen Schwung und wird voraussichtlich bis 2025 einen Wert von 5,98 Billionen Dollar erreichen. Saudi-Arabien, als größter Emittent islamischer Anleihen (Sukuk) weltweit, hält 17 Prozent des globalen Gesamtvolumens dieser Anleihen.
Es ist jedoch noch unklar, wie viel islamische Finanzierung in den Seidenstraßenprojekten verwendet wird, aber sie könnte langfristige Chancen zur Stärkung von Partnerschaften, insbesondere in Schwellenländern, bieten. Das endgültige Ziel ist es, diese Regionen zu entwickeln und neue Möglichkeiten, insbesondere im Bereich von Großinvestitionen, zu schaffen.




