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Preiserhöhung für Kraftstoff in Syrien und Ausbruch weitreichender Proteste
Wirtschaft

Preiserhöhung für Kraftstoff in Syrien und Ausbruch weitreichender Proteste

تصویر: تولید هوش مصنوعی

Von Emarat International News Agency Editorial Aktualisiert: 3 Min. Lesezeit 31,749

Der erhebliche Anstieg der Kraftstoffpreise am vergangenen Wochenende in Syrien hat zu weitreichenden Protesten in diesem Land geführt. Diese Proteste zählen zu den umfangreichsten Demonstrationen seit dem Sturz von Bashar al-Assad vor zwei Jahren.

Details zur Preiserhöhung für Kraftstoff

Die syrische Regierung hat am Samstag den Dieselpreis um 40 Prozent erhöht und auf 175 syrische Pfund (entspricht 1,32 Dollar) pro Liter angehoben. Diese Preiserhöhung hat zusätzlichen Druck auf das syrische Volk ausgeübt, das in den letzten Jahren mit einer schweren wirtschaftlichen Krise konfrontiert war. Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen zeigen, dass 90 Prozent der syrischen Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben, während dieser Wert vor Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 etwa ein Drittel betrug.

Reaktionen und soziale Auswirkungen

Die Demonstranten haben bei ihren Protesten Reifen verbrannt und wichtige Straßen, einschließlich der Autobahn, die die Hauptstadt Damaskus mit dem Industriezentrum Aleppo verbindet, blockiert. Auch Konvois mit Rohöl in Richtung der zentralen Raffinerien Syriens wurden gestoppt. Einige der Demonstranten forderten den Rücktritt der Minister für Energie und Wirtschaft sowie des Präsidenten der syrischen Ölgesellschaft. Yasser Salim, ein Demonstrant in Aleppo, erklärte: "Wir wollen keine höheren Löhne. Das Einzige, was wir wollen, ist eine Senkung der Diesel- und anderer Kraftstoffpreise."

In der Zwischenzeit erklärte der Sprecher des Energieministeriums, Abdulhamid Salah, dass diese Preiserhöhungen eine vorübergehende Maßnahme seien, die aufgrund steigender globaler Beschaffungskosten und der starken Abhängigkeit Syriens von Importen ergriffen wurde und möglicherweise bei geänderten Bedingungen überprüft wird.

Wirtschaftliche Faktoren und globale Auswirkungen

Syrien ist stark von russischem Rohöl abhängig und hat in diesem Jahr etwa 60.000 Barrel pro Tag aus diesem Land importiert. Dennoch hat Damaskus Washington mitgeteilt, dass es bereit ist, seine Einkäufe erheblich zu reduzieren. Diese Versorgung steht weiterhin unter zunehmendem Druck; denn ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien haben die Produktion reduziert und Moskau hat die Exporte von Benzin und Diesel eingeschränkt. Die Preise sind nicht nur durch die Rohstoffkosten beeinflusst, sondern auch durch den Mangel an raffinierten Produkten sowie steigende Kosten für Raffinierung, Transport und Beschaffung.

Dieser Versorgungsmangel wurde auch durch die dreimonatige Schließung der Raffinerie Baniyas, der größten Raffinerie Syriens, während ihrer umfassenden Wartungsarbeiten verschärft. Nach dieser Erhöhung ist der Preis für 95-Oktan-Benzin seit Februar um etwa 86 Prozent gestiegen, während der Dieselpreis mehr als doppelt so hoch geworden ist. Der Preis für Brent-Rohöl ist ebenfalls von 72,48 Dollar auf 104,61 Dollar pro Barrel gestiegen.

Imad Aboulras, ein 44-jähriger Taxifahrer, erklärte, dass die Passagiere gegen die Erhöhung der Fahrpreise protestiert haben, und fügte hinzu: "Jetzt werden auch die Preise für Gemüse und andere Waren mit dem Anstieg der Kraftstoffpreise steigen. Welche Lösung gibt es? Stehlen? Wir können nicht stehlen."

Quelle: khaleejtimes.com