Das Venedig-Festival mit dem Namen „Venedig Immersiv“ zeigt in diesem Jahr eine Reihe von Augmented-Reality-Werken, die die Besucher von den Ruinen des Westjordanlands zu den Schönheiten des Amsterdam des 17. Jahrhunderts führen. Beim Betreten dieser Ausstellung fällt Ihnen als Erstes eine metallene Box in Brusthöhe ins Auge, die mit einem Objektiv und zwei Lautsprechern ausgestattet ist.
Wenn Sie in diese Box schauen, sehen Sie Ihr eigenes Bild aus einer Höhe von etwa 20 Fuß. Andere Gäste, die vorbeigehen, und einige Tauben unter Ihren Füßen werden dem Bild hinzugefügt. Aber wenn einer dieser Passanten länger neben Ihnen stehen bleibt, denken Sie unwillkürlich darüber nach, warum er hier steht. In diesem Moment verwandelt sich die Erfahrung in einen schaurigen Albtraum.
Ein imaginärer Passant mit einer seltsamen Geschichte
Dieser Passant ist nicht echt — oder besser gesagt, er ist nur in der echten Box. Er trägt einen blauen Mantel und erzählt mit starkem französischem Akzent eine Geschichte, die in respektablen Kreisen keinen Platz hat. Er fragt Sie, warum Sie so viel Zeit haben, um sich für ein paar Minuten über dieses Objektiv zu beugen. „Warum schauen die Leute in diese Box?“ fragt er. „Was hoffen sie zu sehen? Das ist keine Realität.“
Diese Ausstellung hat es gut geschafft, die Grenzen der Realitäten zu verschieben und die Besucher zum tiefen Nachdenken über die Bedeutung und Natur von Realität und menschlichen Erfahrungen zu bewegen. Von kreativen Werken bis zu den ernsthaften Auswirkungen des Klimawandels zeigt dieses Festival eindrucksvoll die neuen Entwicklungen in der Welt von Kunst und Technologie.
Während das Festival zu Ende geht, werden die gezeigten Werke in Erinnerung bleiben und wahrscheinlich unsere Art und Weise, wie wir über die Welt um uns herum denken und interagieren, beeinflussen.




