Die finale Phase der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2026 wurde aufgrund anhaltender Unruhen und Unsicherheiten im Nahen Osten von Saudi-Arabien nach Italien verlegt. Diese Änderung wird die Anzahl der Phasen in dieser Saison auf 13 reduzieren. Die Rallye in Saudi-Arabien, die vom 11. bis 14. November in Dschidda stattfinden sollte, wird nun als Teil der Rallye-Meisterschaft des Nahen Ostens ausgetragen, während die WRC stattdessen mit der Rallye Italien auf Sardinien vom 1. bis 4. Oktober endet.
Gründe für den Veranstaltungsortwechsel
Der Internationale Automobilverband (FIA) hat erklärt, dass Saudi-Arabien weiterhin bereit ist, die Rallye sicher auszurichten, jedoch aufgrund von "anhaltenden Unsicherheiten in der Region und deren Auswirkungen auf die logistischen Arrangements" die Entscheidung getroffen wurde, die finale Phase nach Italien zu verlegen. Mohammed bin Sulayman, Präsident der FIA, hat erklärt, dass die Organisatoren alle Optionen geprüft haben, um die Rallye in Saudi-Arabien als Teil der WRC aufrechtzuerhalten.
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Wirtschaftliche und sportliche Auswirkungen
Die Verlegung dieser Wettkampfphase nach Italien hat die Unsicherheit im Meisterschaftsrennen erhöht. Derzeit führt der Brite Elfyn Evans mit 17 Punkten in diesem Wettbewerb, während maximal 35 Punkte in Sardinien erzielt werden können. Evans, der in den letzten fünf Saisons als Vizeweltmeister bekannt wurde, versucht, der dritte britische Champion in dieser Meisterschaft zu werden. Diese Änderung bedeutet auch, dass die Ausrichtung großer Sportveranstaltungen im Nahen Osten vor ernsthaften Herausforderungen stehen wird.
Diese Änderung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem im Nahen Osten zahlreiche Spannungen herrschen, darunter der Krieg zwischen Israel und Gaza, Konflikte zwischen Israel, den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie die Konfrontation Saudi-Arabiens mit den Huthi-Rebellen im Jemen. Diese Spannungen haben dazu geführt, dass Motorsportveranstaltungen in diesem Jahr gezwungen waren, ihre Pläne zu ändern. Der Internationale Automobilverband hatte zuvor auch die Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt, und das Rennen in Bahrain wurde nach Malaysia verlegt.
Während die Rallye in Saudi-Arabien unabhängig zu den geplanten Terminen stattfinden wird, zeigt die Nichtausrichtung als Teil der WRC die bestehenden Herausforderungen bei der Durchführung von Sportveranstaltungen in dieser Region. Bin Sulayman betonte auch, dass das Vertrauen in die Organisatoren und die langfristige Zukunft dieser Rallye unverändert geblieben ist und die Planung für die Rückkehr der WRC nach Saudi-Arabien im Jahr 2027 fortgesetzt wird.
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