Abu Dhabi und Dubai wurden als zwei Schlüssel-Emirate in den globalen wirtschaftlichen Veränderungen in einem neuen Bericht von Oxford Economics hervorgehoben. Diese beiden Städte stehen zusammen mit Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, in der Liste der 28 „Städte zum Beobachten“ im globalen Städteindex dieses britischen Beratungsunternehmens. Diese Liste wurde am Dienstag veröffentlicht, und die Bewertungsmaßstäbe umfassten Wirtschaft, Humankapital, Lebensqualität, Umwelt und Governance.
Städteranking und Bewertungsmaßstäbe
Die Städte Abu Dhabi und Dubai werden in diesem Bericht als „dynamische Wettbewerber“ beschrieben, die schnell unabhängige Wachstumswege beschreiten. Die Analysten von Oxford Economics betonten, dass die Wirtschaftsmodelle dieser Städte als Vorbilder für andere Regionen dienen können. Liam Sides, Leiter der städtischen Dienstleistungen und Hauptautor dieses Berichts, erklärte, dass diese Erfolge einen natürlichen Kreislauf und eine verstärkende Wirkung des Erfolgs darstellen. „Eine starke Wirtschaft bringt eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich, die wiederum talentierte Fachkräfte anzieht“, sagte er.
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Dubai erreichte in dieser Liste mit einem erstaunlichen Anstieg den 42. Platz, nachdem es von Platz 51 aufgestiegen war, und belegte im Bereich Humankapital den zweiten Platz und im Bereich Wirtschaft den 53. Platz. Die Analysten von Oxford Economics wiesen darauf hin, dass Einwanderungsreformen wie das Goldene Visum und Rentner-Visa-Programme zur Förderung von Langzeitaufenthalten, insbesondere für einkommensstarke Personen, entworfen wurden. Im Gegensatz dazu fiel Abu Dhabi um 11 Plätze auf den 84. Platz und belegte im Humankapital den sechsten und in der Wirtschaft den 110. Platz. Dennoch betonten die Analysten, dass „das Wirtschaftswachstum in anderen Emiraten und der Golfregion von dem Erfolg der Wirtschaft Abu Dhabis profitiert“.
Fortschritte in Riad und Herausforderungen in der Region
Riad verzeichnete ebenfalls einen bemerkenswerten Fortschritt und stieg um 47 Plätze auf den 50. Platz, wobei es im Bereich Humankapital den vierten und in der Wirtschaft den 18. Platz belegte. Diese Fortschritte spiegeln eine wichtige wirtschaftliche und soziale Entwicklung in dieser Stadt wider. Zudem ist Riad aufgrund der wirtschaftlichen Diversifizierung und gezielter Investitionen weniger von politischen Spannungen betroffen als andere Städte im Nahen Osten.
Dennoch warnten die Analysten, dass die aktuellen Konflikte im Iran eine Bedrohung für diese Fortschritte darstellen könnten. „Dieser Konflikt könnte die Fähigkeit beeinträchtigen, qualifizierte Arbeitskräfte und Kapital anzuziehen, und zeigt, dass Herausforderungen in einem Bereich unseres Index die Leistung anderer Bereiche beeinflussen können“.
Die Analysten verwiesen auch auf die Verbesserung der Geschäftstätigkeiten im nicht-ölbasierten Privatsektor der Emirate im August, die das schnellste Wachstum seit Dezember 2024 zeigt. Dies ist ein Zeichen für eine Erholung der wirtschaftlichen Bedingungen nach den negativen Auswirkungen des Iran-Kriegs. Der nicht-ölbasierte Privatsektor Saudi-Arabiens erlebte ebenfalls im August ein erhebliches Wachstum, das die stärkste Expansion in den letzten sechs Monaten darstellt.
Schließlich haben sich die großen Städte des Golfraums als Schlüsselakteure in der globalen Wirtschaft etabliert und konnten zunehmend wissensbasierte Mitarbeiter und innovative Unternehmen anziehen. Trotz politischer Herausforderungen haben diese Städte mit schnellen Sicherheitsmaßnahmen und Politiken ihre Widerstandsfähigkeit bewahrt und weiterhin starkes Wachstum erzielt.
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