Abu Dhabi und Dubai wurden als "Wettbewerber" für Veränderungen im globalen wirtschaftlichen Umfeld in einem Bericht von Oxford Economics vorgestellt. Diese beiden Emirate stehen zusammen mit Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, als Vertreter des Nahen Ostens auf der Liste der 28 "bemerkenswerten Städte" im Global Cities Index, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
Bewertungskriterien und Stärken
Oxford Economics hat diese Städte anhand von fünf Kriterien bewertet: Wirtschaft, Humankapital, Lebensqualität, Umwelt und Governance. Fünf afrikanische Städte, darunter Accra, Kairo, Dakar, Luanda und Nairobi, sowie die Städte Bangalore, Ho-Chi-Minh-Stadt, Kuala Lumpur, Shenzhen und Taschkent aus der Region Asien-Pazifik sind ebenfalls auf dieser Liste. Europa, Lateinamerika und Nordamerika haben jeweils fünf Vertreter.
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Analysten von Oxford Economics glauben, dass diese "dynamischen Wettbewerber" sich in sich wandelnden Märkten befinden, die unabhängige Wachstumswege gestalten, die von Beamten und anderen wichtigen Interessengruppen nicht ignoriert werden können. Die Leistung der wirtschaftlichen Modelle dieser Städte kann als Vorbild für andere dienen, da Städte, die in einer Kategorie gut abschneiden, tendenziell auch in anderen Kategorien erfolgreich sind.
Position von Dubai und Abu Dhabi in der neuen Liste
Dubai hat sich in der Liste 2025 um 9 Plätze verbessert und erreicht den 42. Platz unter den 50 besten Städten, während es im Humankapital den zweiten und in der Wirtschaft den 53. Platz einnimmt. Analysten von Oxford Economics verwiesen auf Einwanderungsreformen wie das Goldene Visum und das Rentnervisum, die darauf abzielen, langfristige Aufenthalte zu fördern, insbesondere für einkommensstarke Personen.
Andererseits fiel Abu Dhabi um 11 Plätze auf den 84. Platz und belegte im Humankapital den sechsten und in der Wirtschaft den 110. Platz. Analysten betonten jedoch, dass "die wirtschaftliche Entwicklung in anderen Emiraten und der Golfregion von dem Erfolg der Wirtschaft Abu Dhabis profitiert". Abu Dhabi befindet sich auch im Übergang zu wirtschaftlicher Diversifizierung und Transformation.
Riad stieg ebenfalls um 47 Plätze auf den 50. Platz und belegte im Humankapital den vierten und in der Wirtschaft den 18. Platz. Dieser Fortschritt zeigt deutlich die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in dieser Stadt. Riad ist auch "mehr als andere Städte im Nahen Osten" vor den Spannungen durch die Konflikte zwischen den USA und Iran geschützt.
Ausblick und Herausforderungen
Insgesamt haben sich diese drei Golfstädte "auf die globale Bühne begeben und ziehen zunehmend hochqualifizierte Arbeitskräfte und innovative Unternehmen an". Dennoch könnten die jüngsten Konflikte im Iran diese Fortschritte bedrohen. Analysten sagen, dass "die Kombination aus tiefen finanziellen Reserven und starken langfristigen Fundamentaldaten bedeutet, dass die großen Städte der Region ihr starkes Wachstum fortsetzen werden".
Die Geschäftstätigkeit im nicht-ölbasierten Sektor der VAE hat sich im August mit der schnellsten Rate seit Dezember 2024 verbessert. Der Einkaufsmanagerindex S&P Global UAE zeigt klare Anzeichen einer Verbesserung. Auch der nicht-ölbasierte Sektor Saudi-Arabiens berichtete im August von einem Wachstum der Geschäftstätigkeit, das die stärkste Expansion in den letzten sechs Monaten darstellt.
Die großen Städte des Nahen Ostens werden als Schlüsselakteure in der globalen Wirtschaft anerkannt, aber politische Herausforderungen könnten ihre Fähigkeit beeinträchtigen, Kapital und qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen.
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