Das Pentagon prüft bedeutende Änderungen in der Art und Weise, wie es seine Militärkräfte in Europa und im Nahen Osten stationiert. Diese Maßnahmen erfolgen im Rahmen der nationalen Verteidigungsstrategie der Vereinigten Staaten unter der Leitung der Regierung von Donald Trump, um den Fokus auf diese Regionen zu verringern und die Aufmerksamkeit auf China und den Kampf gegen Drogenkartelle in Südamerika zu erhöhen.
Truppenstatus im Golf
Der Krieg mit Iran hat gezeigt, wie verwundbar die in dieser Region stationierten Truppen sind. In diesem Krieg haben mindestens 18 amerikanische Soldaten ihr Leben verloren, darunter sechs bei einem iranischen Raketenangriff auf den Hafen von Shuaiba in Kuwait. Berichte zeigen, dass iranische Angriffe auf die Infrastruktur und militärischen Einrichtungen der Vereinigten Staaten in Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Irak, Oman und Jordanien erhebliche Schäden verursacht haben.
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Veröffentlichte Berichte zeigen, dass die Pentagon-Beamten noch keine Entscheidung über die Rückkehr der Truppenstärke und der Stützpunkte auf den Stand vor dem Krieg getroffen haben. Laut diesem Bericht hat das Pentagon noch nicht festgelegt, wie die zukünftige Situation seiner Truppen in dieser Region aussehen wird und welcher Anteil der Kosten für den Bau von Stützpunkten von den verbündeten Ländern getragen wird.
Überprüfung der Truppenstationierung
Das Pentagon prüft, ob es seine Truppen aus dem Golf abziehen soll oder nicht. Derzeit sind etwa 40.000 amerikanische Soldaten in dieser Region stationiert. Laut einem offiziellen Vertreter hat Verteidigungsminister Peter Hegseth noch keinen Befehl zur offiziellen Überprüfung des Truppenstatus im Nahen Osten erteilt.
Gleichzeitig plant das Pentagon, die MQ-9 Reaper-Drohnen, die derzeit in Afrika im Einsatz sind, nach Südamerika zu verlegen, um sie in Drogenbekämpfungsoperationen einzusetzen. Hegseth kündigte im Juni an, dass eine sechsmonatige Überprüfung für Europa durchgeführt wird, die sich mit der Größe und Stationierung der amerikanischen Truppen in dieser Region befasst.
Diese Überprüfung wird unter der Leitung von Elyse Brodsky, der stellvertretenden Verteidigungsministerin für Politik, durchgeführt, die darauf abzielt, den Fokus stärker auf die Abschreckung Chinas zu legen. Eine der geprüften Optionen besteht darin, etwa 25.000 Truppen aus Europa abzuziehen, was Bedenken bei europäischen und NATO-Beamten hervorrufen könnte, insbesondere angesichts der zunehmend herausfordernden Haltung Russlands.
Derzeit sind etwa 80.000 amerikanische Soldaten in Europa stationiert. Eine Reduzierung der Truppen in diesen Regionen könnte Ressourcen für andere Prioritäten freisetzen, wirft jedoch auch Fragen zur Abschreckungsfähigkeit der Vereinigten Staaten in diesen Regionen und zur Zuverlässigkeit der Verpflichtungen Washingtons auf.
Senatorin Jeanne Shaheen, die demokratische Vorsitzende des Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen, hat Marco Rubio, den Außenminister, aufgefordert, sicherzustellen, dass amerikanische Diplomaten an der Überprüfung des Pentagon zur militärischen Präsenz der USA in Europa beteiligt sind. In einem Schreiben an Rubio, der auch Berater für nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten ist, schrieb sie, dass Diplomaten, einschließlich der US-Botschafter in den betroffenen Ländern, von den Beratungen ausgeschlossen worden seien.
Ein Beamter des Außenministeriums wies diese Behauptung zurück und sagte, dass die Diplomaten tatsächlich an den Beratungen beteiligt seien. Shaheen wies auch darauf hin, dass Änderungen im Truppenstatus die bilateralen Beziehungen beeinflussen könnten, die das Außenministerium verwalten müsse, insbesondere für baltische Länder wie Estland, Lettland und Litauen.
Europäische Führer haben vor hybriden Vorfällen gewarnt, die oft Russland zugeschrieben werden. Diese Vorfälle liegen normalerweise unterhalb der Schwelle konventioneller militärischer Angriffe, schwächen jedoch die Sicherheit Europas, wie Sabotage, Brände und Luftraumverletzungen unter Verwendung von Drohnen.
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