Die Erhöhung des Leitzinses der Federal Reserve der Vereinigten Staaten um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4 Prozent, die erste Erhöhung seit 2023, hat die Aufmerksamkeit von Analysten und Investoren auf die zukünftige wirtschaftliche Lage gelenkt. Angesichts der neuen Prognosen der Federal Reserve wird erwartet, dass diese Institution bis Ende des Jahres erneut den Leitzins erhöhen wird, während die Inflation weiterhin über dem Ziel von 2 Prozent bleiben wird.
Auswirkungen auf die Finanzmärkte
Diese Änderungen in der Geldpolitik der Federal Reserve zeigen, dass die nächste Phase des globalen Zinszyklus nicht einfach zu einer Senkung der Kreditkosten zurückkehrt. Eine der bedeutenderen Veränderungen ist die Erhöhung der Renditen langfristiger Staatsanleihen. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ist auf über 5 Prozent gestiegen, und die Rendite der 30-jährigen Anleihen hat ebenfalls ein Niveau erreicht, das vor der globalen Finanzkrise beobachtet wurde.
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Die langfristige Rendite spiegelt nicht nur die nächtlichen Leitzinsen der Federal Reserve wider, sondern umfasst auch die Erwartungen hinsichtlich Inflation und Wachstum, die Kreditbedürfnisse des Staates und die Kompensation der Kosten für Investoren, die langfristige Schulden halten. Infolgedessen ist die Botschaft über das hinaus, dass „die Federal Reserve die Zinsen erhöhen könnte“. Investoren stellen zunehmend die Frage, ob die Inflation strukturell höher bleiben wird und ob die Haushaltsdefizite ohne steigende Kreditkosten ausgeweitet werden können.
Neue Herausforderungen für Regierungen und Märkte
Die jüngsten Prognosen der Federal Reserve verstärken diese Bedenken und zeigen, dass die Inflation weiterhin hoch bleiben wird, während das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung relativ robust bleiben. Daher verschärft die Federal Reserve ihre Politik, da die Inflation trotz einer relativ starken Wirtschaft weiterhin zu hoch ist. Diese Situation erzeugt spezifische Signale für den Anleihemarkt.
Ein ähnlicher Zustand ist auch in anderen Teilen der Welt zu beobachten. Die Rendite der 30-jährigen britischen Anleihen nähert sich 6 Prozent, und die Staatsanleihen Europas liegen ebenfalls deutlich über dem Niveau nach der Finanzkrise. Es besteht die Möglichkeit, dass der globale Anleihemarkt in eine Richtung geht, in der Regierungen um Kapital konkurrieren müssen. Dies ist ein grundlegender Wandel von der Zeit nach der Finanzkrise, in der die Zentralbanken selbst zu großen Käufern von Staatsanleihen wurden.
Normalerweise sollten höhere Zinssätze in den Vereinigten Staaten und die Renditen der Staatsanleihen den Dollar unterstützen. Die erste Reaktion auf diese Erhöhung war positiv, da die kurzfristigen Renditen in den Vereinigten Staaten gestiegen sind und die Erwartungen für eine weitere Straffung zugenommen haben. Dennoch ist die langfristige Beziehung zwischen höheren Zinsen und der Stärke des Dollars komplexer. Wenn höhere Zinsen in den Vereinigten Staaten eher das starke Wirtschaftswachstum und attraktive Renditen widerspiegeln, sollten sie den Dollar unterstützen. Wenn diese Zinsen jedoch besorgniserregend in Bezug auf die finanzielle Nachhaltigkeit, Inflation und das Angebot an Staatsanleihen sind, wird die Beziehung komplizierter.
Für den Golfkooperationsrat hat diese Veränderung interessante Konsequenzen. Die meisten Währungen des Golfkooperationsrats sind an den US-Dollar gebunden, was bedeutet, dass die Geldpolitik der USA direkte Auswirkungen auf die finanziellen Bedingungen vor Ort hat. Höhere Zinssätze in den USA bedeuten höhere Kreditkosten für Banken, Unternehmen, Haushalte und Regierungen im Golfraum. Aber der Golfraum ist nicht nur ein Opfer höherer Zinsen. Geopolitische Entwicklungen, die zur Erhöhung der globalen Inflation beitragen, haben auch die Ölpreise gestützt. Der Preis für Brent-Öl bleibt weiterhin über 100 Dollar pro Barrel, was die Einnahmen der Ölproduzenten in dieser Region erhöht.
Daher könnten die Regierungen im Golfraum mit höheren globalen Finanzierungskosten konfrontiert sein, während starke Einnahmen aus Kohlenwasserstoffen ihre finanzielle Lage verbessern. Für Länder mit enormen Reichtümern und relativ starken Außenbilanzen ist diese Situation besser zu bewältigen als für Länder mit hohen Schulden. Für Staatsfonds und große Investoren ist eine steigende Rendite globaler Anleihen nicht unbedingt eine schlechte Nachricht.
Die Entscheidung der Federal Reserve ist von großer Bedeutung, aber wichtigere Signale könnten sich aus dem ergeben, was in den kommenden Monaten mit den Renditen der 10-jährigen und 30-jährigen Staatsanleihen passiert. Wenn die langfristigen Renditen sinken, sodass die Inflationserwartungen stabilisiert werden, könnten die Märkte zu dem Schluss kommen, dass die Federal Reserve das Vertrauen in die Preisstabilität zurückgewonnen hat. Wenn die Renditen jedoch weiterhin hoch bleiben oder weiter steigen, wird dies eine andere Botschaft sein und darauf hinweisen, dass die Investoren denken, dass das Hauptproblem über die Zinssätze hinausgeht: anhaltende Inflation, große Haushaltsdefizite, geopolitische Risiken und ein steigendes Angebot an Staatsanleihen.
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