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Eröffnung einer neuen Seeweg im Norden mit Zusammenarbeit von China und Russland
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Eröffnung einer neuen Seeweg im Norden mit Zusammenarbeit von China und Russland

منبع تصویر: thenationalnews.com

Von Emarat International News Agency Editorial 3 Min. Lesezeit 1

Die Nordseeroute (Northern Sea Route - NSR) entwickelt sich als attraktive Option für den internationalen Transport. Mit der Abnahme der Schiffsbewegungen durch die Straße von Hormuz und der Verwundbarkeit der Routen im Roten Meer und des Suezkanals aufgrund bestehender Bedrohungen, wird dieser alternative Weg zunehmend ins Rampenlicht gerückt. Der Hauptvorteil dieser Route besteht darin, dass Schiffe in Zeiten, in denen das Meer befahrbar ist, ihre Reise von Nordost-Asien nach Nordwest-Europa in etwa 20 Tagen durchführen können, was fast die Hälfte der Zeit ist, die für eine Reise über den Indischen Ozean und dann durch den Suezkanal benötigt wird.

Entwicklung der Nordseeroute

China hat 2018 als „nahe am Arktischen Ozean liegendes Land“ erklärt und das Konzept der „Polar-Silk-Road“ als Teil der Belt-and-Road-Initiative eingeführt. Obwohl die meisten Analysen gegenüber diesem Projekt skeptisch waren, hat ein chinesisches Schiff Anfang dieses Monats den ersten regulären (wenn auch saisonalen) kommerziellen Dienst durch die Arktis abgeschlossen und erreichte am 9. September den Hafen von Tisport in Großbritannien. Dieses Schiff transportierte hochmoderne Waren, die in China hergestellt wurden, und war die erste Reise von insgesamt acht geplanten Reisen zwischen August und Oktober dieses Jahres. Einige Tage später passierte ein südkoreanisches Schiff ebenfalls diese Route und erreichte nach 21 Tagen den Hafen von Felixstowe in Großbritannien.

Herausforderungen und Chancen der Nordseeroute

Der Präsident Südkoreas, Yoon Suk-yeol, gratulierte zu diesem Erfolg und bezeichnete ihn als den Beginn eines historischen Weges. Vor einem Jahr hatte er die Entwicklung des maritimen Transports in der Arktis als nationale Politik genehmigt. Indien plant ebenfalls, im nächsten Jahr ein Testschiff über die NSR zu senden. Vietnam wurde ebenfalls eingeladen, an der Entwicklung des polaren Transittransportkorridors, der die NSR umfasst, teilzunehmen.

Obwohl die Anzahl der Schiffsüberfahrten auf dieser Route noch gering ist (103 Fahrten im letzten Jahr im Vergleich zu 12.758 Fahrten durch den Suezkanal), ist dies der Beginn einer bedeutenden Transformation im globalen maritimen Transport. Mit steigenden Temperaturen in der Arktis und verbesserten Bedingungen für die Schiffsüberfahrt spricht die Zeit für die NSR. Eine Studie aus dem Jahr 2024 hat prognostiziert, dass der Arktische Ozean möglicherweise vor 2030 einen eisfreien Tag erleben könnte.

Dennoch gibt es auch Herausforderungen auf dieser Route. Südkoreanische Schiffe mussten an einem Punkt über Nacht anhalten, um treibende Eisfelder zu vermeiden. Außerdem ist der gefrorene Norden Russlands als nächstgelegene Landmasse entlang der Route stark unterentwickelt, und die Versicherung für Schiffe wird aufgrund der Schwierigkeiten, in Not geratenen Schiffen zu helfen, sehr hoch sein. Umweltaktivisten warnen auch vor den potenziellen Gefahren für verletzliche Ökosysteme und der Möglichkeit von Öllecks.

Trotz dieser Herausforderungen sind die Länder Ostasiens, insbesondere Indien und Südkorea, bestrebt, diese Route als strategische Option zur Verringerung der Abhängigkeit von traditionellen westlichen Logistikketten zu nutzen. Laut Maxim Dunkin, Projektleiter für die Entwicklung der Arktis im Forschungszentrum Indien, könnte die NSR als strategische Notwendigkeit für Länder wie Indien betrachtet werden. Gleichzeitig möchten die Länder, die Russland sanktionieren, keine Gebühren für die Durchfahrt durch Gewässer zahlen, die Moskau als seine Binnengewässer betrachtet.

Schließlich wird die Nordseeroute oder „Polar-Silk-Road“ wahrscheinlich niemals den Suezkanal ersetzen, aber in Zeiten, in denen maritime Störungen im Persischen Golf katastrophale Auswirkungen auf die globalen Volkswirtschaften haben, könnte diese Option auf Zustimmung stoßen.

Quelle: thenationalnews.com