Mohammed Al-Kuwaiti, Vorsitzender des Cyber-Sicherheitsrates der VAE, berichtete auf dem Treffen "Medien und Kriege der fünften Generation" beim Arabischen Mediengipfel von 640.000 Cyberangriffen an einem Tag. Er erklärte, dass die Auswirkungen dieser Angriffe über vorübergehende Störungen von Dienstleistungen hinausgehen könnten und Hacker möglicherweise auf Daten und kritische Sektoren wie Strom, Wasser und Wirtschaft abzielen.
Bedeutung der öffentlichen Aufklärung
Al-Kuwaiti betonte, dass "Aufklärung die erste Verteidigungslinie ist" und die Menschen Fragen zu den Informationen stellen sollten, die sie erhalten, die Quelle identifizieren und diese vor dem Teilen verifizieren sollten. Er wies auch darauf hin, dass sich die Natur des Cyberkriegs verändert und Angriffe sich in Richtung Dezentralisierung bewegen, sodass Einzelpersonen, einschließlich derjenigen, die er "einsame Wölfe" nannte, einen erheblichen Einfluss ausüben können. Er sagte: "Eine Person kann mit gefälschten oder manipulierten Informationen die Gesellschaft beeinflussen und den Verlauf der Ereignisse ändern."
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Herausforderungen der Cybersicherheit
Al-Kuwaiti verwies auf einen Cyberangriff, der eine private Organisation betraf, bei dem ein Hacker eine nicht gepatchte Schwachstelle ausnutzte und 5 Millionen Dollar forderte. Der Angreifer behauptete, Zugriff auf die Systeme der Organisation erhalten zu haben und drohte, deren Daten offenzulegen. Die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Institutionen sowie die internationale Koordination halfen, die Organisation zu schützen und auf den Angriff zu reagieren. Dennoch veröffentlichte der Hacker einige Informationen im Dark Web, was zeigt, dass Cyberangriffe Grenzen überschreiten können und eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ländern und Sektoren erforderlich ist.
Der Vorsitzende des Cyber-Sicherheitsrates wies auch auf die menschlichen Kosten des Missbrauchs digitaler Technologien hin und berichtete von einem Fall eines Kindes, das von einer Gruppe von Schülern mit Hilfe von Deepfake-Technologie belästigt und erpresst wurde. Dieser Vorfall führte dazu, dass das Kind ein Jahr lang die Schule verließ.
Gefahren der Kriege der fünften Generation
Al-Kuwaiti warnte, dass der besorgniserregende Aspekt der Kriege der fünften Generation darin besteht, dass sie über das Ziel hinausgehen, Systeme anzugreifen, um sich gegen Einzelpersonen zu richten. Er sagte: "Die Lahmlegung von Systemen kann wiederhergestellt und repariert werden, aber die Lahmlegung von Ideen und Gehirnen, und das, was die Gewohnheiten und Werte beeinflusst, ist gefährlicher." Er wies auch auf die Gefahren schädlicher Ideen hin, die sich schnell im Internet verbreiten, und sagte, dass dies zu Extremismus und Terrorismus beitragen könnte.
Al-Kuwaiti betonte, dass präzise Informationen schnell verbreitet werden müssen, um die Schaffung einer Umgebung zu verhindern, in der eine große Menge an Informationen ohne Transparenz veröffentlicht wird. Er sagte: "Die Durchführung von Konferenzen und offiziellen Erklärungen sind wichtige Werkzeuge im Kampf gegen Fehlinformationen und zur Bereitstellung genauer Informationen für Bürger und Bewohner."
Er forderte die Medien und Mitglieder der Gemeinschaft auf, vorsichtiger zu sein, wenn sie mit Inhalten umgehen, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt oder verändert wurden. Al-Kuwaiti betonte auch die Notwendigkeit, die Glaubwürdigkeit in der Medienberichterstattung aufrechtzuerhalten, und sagte, dass die Menschen Informationen vor dem Glauben oder Teilen aus offiziellen und vertrauenswürdigen Quellen verifizieren sollten.
Abschließend sprach Al-Kuwaiti über die zahlreichen Chancen, die die Technologie der künstlichen Intelligenz bietet, und betonte, dass 95 Prozent ihrer Anwendungen und Interaktionen positiv sind. Er forderte Richtlinien und Governance-Rahmen für den verantwortungsvollen Einsatz dieser Technologie und sagte: "Es ist ein Geist, der aus der Flasche entlassen wurde, und wir müssen ihn kontrollieren und zum Wohle nutzen."
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