Die jüngsten Kämpfe im Jemen, insbesondere in den westlichen Küstenregionen, haben zur Vertreibung von über 125.000 Menschen geführt. Aisha Mohammed, Mutter von fünf Kindern, ist schwer aus ihrer Küstenregion geflohen und hat keine Informationen über das Schicksal ihrer Kinder. Sie lebt derzeit in einem vorübergehenden Schutzraum in Taiz und ist besorgt über den Zustand ihrer Kinder, die zu Hause gefangen sind.
Katastrophale humanitäre Lage
Berichten zufolge haben die Kämpfe, die Anfang dieses Monats zugenommen haben, Familien in den Provinzen Al-Hudaydah, Taiz, Lahij, Aden, Abyan, Marib, Al-Dhale und Shabwa vertrieben. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat erklärt, dass über 2400 dieser Vertriebenen nach Dschibuti geflohen sind, um Asyl zu suchen. Die Lebensbedingungen für die Vertriebenen sind extrem hart, und viele von ihnen sind aufgrund von Ressourcenmangel gezwungen, im Freien zu schlafen.
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Ressourcenmangel und humanitäre Bedürfnisse
Die Zahl der Vertriebenen ist so hoch, dass einige von ihnen unter schlechten Bedingungen nach Wasser und Nahrung suchen und sich um grundlegende Ressourcen streiten. Mohammed Ayash, ein weiterer Vertriebener, berichtet vom Tod seiner Frau durch einen Granatsplitter und sagt, dass er mit seinen drei Kindern allein nach Aden geflohen ist. Er betont, dass sie nicht einmal ein Körnchen Mehl haben und in sehr schwierigen Bedingungen leben.
Hilfsorganisationen, insbesondere Nichtregierungsorganisationen, bemühen sich, den grundlegenden Bedürfnissen der Vertriebenen gerecht zu werden. Dennoch ist der Zugang zu humanitärer Hilfe aufgrund von Unsicherheit, beschädigten Straßen und Bewegungsbeschränkungen stark beeinträchtigt. Das UNHCR hat auch darauf hingewiesen, dass diese Situation eine der großen Herausforderungen ist, die die Hilfsoperationen beeinflusst.
Der Jemen ist seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2014 mit humanitären und kriegerischen Krisen konfrontiert. Angesichts der Tatsache, dass bereits fast 4 Millionen Menschen aufgrund der Konflikte vertrieben wurden, ist die aktuelle Situation äußerst besorgniserregend. Jedes Mal, wenn die Vertriebenen gezwungen sind, ihren Wohnort zu verlassen, bleiben weniger Ressourcen für sie übrig und sie haben weniger Optionen zur Verfügung.
Die jüngsten Kämpfe haben auch zur Ausweitung der Kontrolle der Houthi über die westlichen Küsten des Jemen geführt, was eine Bedrohung für globale Handelsrouten und die Energieversorgung darstellt. Diese Gruppe hat im vergangenen Monat ein "Embargo" gegen Saudi-Arabien erklärt und Angriffe auf Schiffe und Öleinrichtungen dieses Landes durchgeführt. Die Kontrolle der Houthi über die Straße von Bab al-Mandab wird ernsthafte Auswirkungen auf den globalen Handel haben.
Während die Vertriebenen in Dschibuti ankommen, sind die meisten von ihnen Frauen, Kinder und ältere Menschen. Diese Personen stehen in langen Schlangen und hoffen, ein Paket mit Materialien zum Bau eines Schutzraums zu erhalten. Hilfsagenturen bemühen sich, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, sehen sich jedoch mit einem Mangel an finanziellen Ressourcen und dem Druck durch die steigende Zahl der Vertriebenen konfrontiert.
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